Eine der besuchtesten bulgarischen Ortschaften. Es liegt 160 km südlich von Sofia, 60 km südöstlich von Blagoewgrad, 6 km südlich von Razlog und etwa 50 km nördlich von Goze Deltschev. Die außerordentlich günstige Lage, das reiche kultur-historische Erbe, die ausgezeichneten Bedingungen für Skisport und Erholung machen aus ihm ein touristisches Anziehungszentrum.
Erstmals wird Bansko als selbständige Siedlung 1576 erwähnt, denn bis dahin hatte die Bevölkerung in zerstreuten Weilern gewohnt. Im 17.-18. Jh. erlebt Bansko einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung und verwandelt sich allmählich in eine reiche Siedlung mit entwickelten Handwerken und Handel. Die Karawanen der Banskoer zogen zwischen den Weißmeergebieten und Mitteleuropa und fuhren zu den Märkten dort Holz-, Leder- und Eisenwaren. Zurück brachten sie Baumwolle, Fisch, Oliven und anderes. In dieser Periode bereicherten sich ganze Banskoer Familien, die bei ihren Reisen die Kultur der verschiedenen Länder und Städte übermittelten, wobei einige ihre Kinder ins Ausland zum Lernen schickten. Mit der Besserung der Lebensweise begannen viele Bewohner von Bansko zweistöckige Festungshäuser zu bauen, die eine schöne Architektur aufwiesen und zugleich einen sicheren Schutz gegen die Räuberüberfälle für ihre Bewohner sicherten.
Sehenswürdigkeiten: Das historische Museum ist ein Teil von dem reichhaltigen Museumskomplex „Bansko“, der die bedeutendsten kultur-historischen Sehenswürdigkeiten von Bansko erfasst. Das Haus Waljanowata Kaschta, charakteristisch durch seine originellen Holzschnitzereien und Wandmalereien, ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Architektur der Wiedergeburt. Gebaut wurde es Anfang des 19. Jahrhunderts für den Bau- und Kunstmalermeister Weljan Ognev, der auch der Autor der originellen Wandmalereien gewesen war. Beninata Kaschta (Museumshaus „Neofit Rilski“) weist eine für Bansko typische Architektur vom Ende des 18. Jh. Dort wurde der bedeutende Aufklärer der Wiedergeburtszeit N. Rilski (mit dem bürgerlichen Namen Nilola Benin) geboren. Er lebte bis 1811 dort. Die ständige Ausstellung ist in dem Rilski-Klosterchen, dem ältesten Bau in der Stadt (1749), untergebracht. Das Museumshaus „Nikola Wapzasrov“ gibt die Lebensweise der Familie, wo der Dichter Wapzarov aufgewachsen war, wieder. Ausgestellt sind persönliche Sachen des Dichters und in dem Erdgeschoss ist eine Dokumentarausstellung. Der Museumskomplex erfasst auch eine Ethnographische Ausstellung mit Verkauf, Haus der Künste, Historisches Museum im Dorf Eleschniza, das wertvolle Funde vom 6.- 4. Jt. v. Chr . besitzt.
Die Kirche „Sveta Troiza“ (1835)ist kennzeichnend für Bansko. Die Wandmalereien, Holzschnitzereien und die architektonische Lösung sind ganz im Geiste der künstlerischen Schule von Bansko. In der Kirche wirkten einige ihrer besten Vertreter – die Meister Weljan Ognev und Dimitar Molerov. Im Jahre 1850 errichtete Meister Grigor Dojuv im Kirchenhof einen Glockenturm (29,50). Schon damals stellten Kirche und Hof ein bezeichnendes, kunstvoll in der Stadtsilhouette vorherrschendes Ensemble. 1885 wurde in dem Glockenturm ein Uhrwerk (hergestellt von Todor Hadshiradonov) montiert. Auf diese Weise verwandelte sich der Turm in ein für die damalige Zeit seltenes architektonisches Beispiel, das die Funktionen von Glockenturm und Stadtuhr vereinte. DieKirche „SvetaBogorodiza“ (14. Jh., restauriert Ende des 18. Jh.) hat einen herrlichen Ikonostas. Bemerkenswerte altertümliche Häuser: Sirleschtowata Kaschta, das einer kleinen Festung mit etwa einem Meter dicken Mauern, schmalen und dunklen Schießscharten, eisernen Fenstergittern und schweren Türen ähnelt; Todewata/Bujnowata Kaschta (1835) – ein Musterwerk hoher Baukunst und Feingefühl für Schönheit und Harmonie. Imposantes Denkmal von Paissij Hilendarski (1976), ein Werk vom Bildhauer Stojtscho Todorov. Denkmal von Nilola Wapzarov (1956), gebaut vom Bildhauer Ilija Iliev.